Afrikanische sprachen


29.01.2021 07:58
Afrikanische Sprachen noch immer benachteiligt - Latitude
dieser Gruppe nachzuweisen. Lepsius fasste alle nichtsemitischen flektierenden Sprachen Afrikas, die ein Genus-System besitzen, zu den Hamitischen Sprachen zusammen und definiert dadurch diesen Terminus neu.

Khoisan mit 28 Sprachen und 355 Tsd. Fr diesen beklagenswerten Zustand gibt es viele Grnde. Part II: The Classification of Fulani. Wo diese typologischen Kriterien nicht ausreichten (die keinerlei genetische Relevanz hatten ergnzt er sie durch vlkische Einordnungsmuster. Dieser nach heutiger Vorstellung vllig falsche Ansatz fhrte zu der Einordnung von Sprachen aus vier verschiedenen Sprachgruppen Khoisan, Ful (Niger-Kongo Somali (kuschitisch) und Maasai (nilosaharanisch) in seine hamitische Gruppe. Nilosaharanisch mit etwa 200 Sprachen und 35 Mio. Bernd Heine und andere (Hrsg. Ein scheinbar gelufiger Grund, der von den Mchtigen und den Verantwortlichen fr die Erarbeitung der Sprachpolitik in ihren jeweiligen Lndern hufig genannt wird, hat mit dem Problem der afrikanischen Sprachenvielfalt zu tun.

Jahrhundert Afrikanische Sprachen werden in arabischen Dokumenten beschrieben; die Verwandtschaft des Hebrischen, Arabischen und Aramischen ist jdischen und islamischen Sprachkundigen seit langem bekannt 1538. Landessprachen von Kolonialsprachen berschattet, demgegenber haben sich andere afrikanische Lnder dafr entschieden, mehr als eine Landessprache anzuerkennen. Lincom Europa, Mnchen/ Newcastle 1997, isbn. Bender : The Nilo-Saharan Languages. Insbesondere sollen der Vorwurf der Benachteiligung der anderen, nicht staatstragenden Ethnien ( Tribalismus ) und eine wirtschaftliche Isolierung vermieden werden. Hier manifestieren sich die Auswirkungen des europischen Kolonialismus auf die Psyche vieler Afrikaner*innen ganz deutlich. 1935 etablierte Westermann durch sein Werk Charakter und Einteilung der Sudansprachen die These einer Verwandtschaft zwischen der westlichen Sudansprachen zum Bantu und legt damit gegen die Meinung seines Lehrers den Kern fr das heutige Niger-Kongo; er erkennt auch, dass die stlichen.

1927 erforschte Westermann zusammen mit Hermann Baumann die geschichtliche Entwicklung des Westsudanischen. Oxford University Press 1948. Teil 2: Afrika Indopazifik Australien Amerika. Buske, Hamburg 2014, isbn. Diese Gesamtklassifikation der afrikanischen Sprachen, welche sehr lange Bestand hatte, umfasst danach die Bantusprachen, die Hamitosemitische Sprachen (im weiten Sinne Meinhofs) und Sudansprachen. Die Politik der Exoglossie erscheint vielen Staaten wegen der Sprachenvielfalt als vorzugswrdig. Die verwendeten Gruppenbezeichnungen sind teilweise modern, damit auch der Nichtfachmann den Zuwachs oder Rckschritt der gewonnenen Erkenntnisse verfolgen kann. Richard Lepsius : Nubische Grammatik. Diese Divergenz kann zweckorientiert sein, nmlich als Kontrollmanahme.

Ausnahmen von der Triglossie sind nur Burundi und Ruanda. Mit einer Einleitung ber die Vlker und Sprachen Afrikas. Southwestern Journal of Anthropology. Die nilohamitischen und semitischen Sprachen fasst Mller zum hamito-semitischen Sprachstamm zusammen (Arbeiten 187688) 1880 Der deutsche Sprachforscher und gyptologe.R. Eltern, einschlielich derer aus niedrigen Einkommensstufen, pldieren aufgrund der mit den Kolonialsprachen verbundenen wirtschaftlichen Vorteile und ihres Prestiges dafr, dass ihre Kinder in diesen statt in indigenen Sprachen unterrichtet werden. Beispielsweise erkennt Botswana Englisch und Setswana als Amtssprachen an, aber die meisten Straenschilder und Regierungsmitteilungen sind auf Englisch. Neben der Erklrung von Harare zur Etablierung einer Landessprachenpolitik in Afrika gab es noch mehrere weitere Konferenzen und Initiativen mit demselben Ziel.

Reimer, Berlin 1983, isbn. Neben den Vernakularsprachen und den afrikanischen Verkehrssprachen sind seit der Kolonialherrschaft Franzsisch, Englisch und Portugiesisch eingefhrt worden. Fhrt das Nilosaharanische als Restkategorie der Sprachen ein, die weder zum Afroasiatischen, noch zum Niger-Kongo, noch zum Khoisan gehren. Meeussen: Bantu Lexical Reconstructions. Die ostsudanischen Sprachen werden mit einigen kleineren Gruppen als Nilosaharanisch zusammengefasst. Fehlende Anreize fr afrikanische Sprachen? Arabisch ist fr die weitaus meisten Nordafrikaner Muttersprache. (Kapitel 1) Normdaten (Sachbegriff GND : ( ognd, AKS ). Fleming identifiziert Omotisch als sechsten Zweig des Afroasiatischen weitere Entwicklung: Die gesamte afrikanistische Forschung, soweit sie klassifikatorisch ttig ist, arbeitet auf Basis des Greenbergschen Modells, auch wenn sie dieses nicht in allen Einzelheiten anerkennt.

Hertz, Berlin 1880, isbn. Bedauerlicherweise spielt auch die negative Einstellung der Afrikaner*innen gegenber ihren eigenen Sprachen eine Rolle bei der Marginalisierung indigener Sprachen. Es gibt in Afrika heute mehr als.500 Sprachen, und, so argumentieren sie, sei die Etablierung eines Rahmenwerks fr Landessprachen ein komplexes Unterfangen. Diese Verkehrssprachen sind auch im Volksbildungswesen von Bedeutung und werden in einigen Medien und in der Literatur verwandt. Malcolm Guthrie: Comparative Bantu.

Annales du Muse Royale de lAfrique Central 1967. Diese weit verbreitete Haltung gegenber afrikanischen Sprachen macht es fr viele Staaten oft schwierig, legale und politische Rahmenbedingungen vollstndig zu etablieren, die darauf abzielen, afrikanische Sprachen auf dieselbe Stufe emporzuheben wie ihre europischen Gegenstcke. Seiner berzeugung nach gehrte zum Hamitischen auch das Hausa (und die anderen tschadischen Sprachen) sowie die Berber-Sprachen. Diese Meinung wird jedoch nicht von allen Afrikanisten geteilt, obwohl der Kern des Nilosaharanischen Ostsudanisch, Zentralsudanisch und einige kleinere Gruppen als genetische Einheit ziemlich unumstritten ist. Malagasy gehrt zur austronesischen Sprachfamilie und wird deshalb normalerweise nicht zu den afrikanischen Sprachen gerechnet, ebenfalls nicht die europischen indogermanischen, sprachen der Kolonisatoren (Englisch, Afrikaans, Franzsisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Deutsch). Proyart erkennt die genetische Verwandtschaft einiger Bantusprachen 1778. Part III: The Position of Bantu. Amtssprachen in Afrika Afrikaans Arabisch Englisch Franzsisch Portugiesisch Spanisch Swahili andere afrikanische Sprachen Die Staatsgrenzen stimmen in Afrika nicht mit den Grenzen von Sprachen und Volksgruppen berein. Diese Lnder sind: Namibia, Sdafrika, Sambia, Nigeria, Ghana, Simbabwe und die Demokratische Republik Kongo, um nur einige zu nennen. Kritik gibt es vor allem am Nilosaharanischen, spter auch mit mehr Berechtigung am Khoisan Greenbergs Beitrag zur Klassifikation der afrikanischen Sprachen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Greenberg verzichtet auf nicht-linguistische Kriterien wie Rasse und Kultur, die zum verfehlten Begriff des Hamitischen gefhrt haben;.

Auch das Nilosaharanische wird von den Spezialisten dieses Gebiets (zum Beispiel.M. Zu diesen Verkehrssprachen werden vor allem Swahili in Ostafrika, Hausa, Fulfulde, Kanuri, Igbo, Yoruba und die Mandesprachen Bambara, Dioula und Malinke in Westafrika gezhlt. In Somalia ist Somali vorherrschend. Derek Nurse, Grard Philippson (Hrsg. Vielmehr sind es afrikanische Sprachen, die eine Gefahr fr andere afrikanische Sprachen darstellen. Sie spielen insbesondere eine wichtige Rolle in afrikanischen Stdten, wo eine Bevlkerung lebt, die anders als die Landbevlkerung nicht mehr zuvrderst durch eine Volksgruppenzugehrigkeit geprgt ist. Jahrhundert Erste wissenschaftliche Beschftigung mit afrikanischen Sprachen in Europa: Koptisch (1636 Nubisch (1638 (Ki-)Kongo (1652 Nama (1643 Altthiopisch (1661) und Amharisch (1698) 1700. Marsden beschreibt die Umrisse der Bantufamilie und erkennt, dass die Bantusprachen etwa so nah verwandt sind wie die romanischen Sprachen, publiziert erst von Schlzer fhrt den Begriff Semitische Sprachen ein 1808. Zudem sollten Politiker*innen, einheimische Unterhaltungsknstler*innen und Kunstschaffende ab und zu afrikanische Sprachen sprechen, um diesen ihr Stigma zu nehmen.

Weniger Vertrauen in alles Afrikanische. So ist beispielsweise Kiswahili, hnlich wie Setswana in Botswana, eine Bedrohung fr Hunderte von lokalen Sprachen in Ostafrika. Hnlich wird Tansania, das als Hoffnungstrger gelobt wird, was die Frderung einer afrikanischen Sprache (Kiswahili) angeht, hufig fr die Verwendung von Englisch in Bereichen kritisiert, in denen auch Kiswahili eingesetzt werden knnte. Scotton (2010) definiert elitre Abschottung als linguistische Divergenz, die als Ergebnis der Benutzung einer Sprache auftritt, die nur der Elite bekannt ist oder von ihr bevorzugt wird, in diesem Fall Englisch. Daher wird die Greenberg-Klassifikation heute zwar mangels Alternative als Ordnungssystem (etwa zur Herstellung von systematischen Bibliothekskatalogen) weitgehend akzeptiert, ihr genetischer Aussagegehalt jedoch nur mit starken Vorbehalten angenommen. Bernd Heine, Derek Nurse (Hrsg. Etabliert das Tschadische als unabhngigen Zweig des Afroasiatischen, das damit aus den gleichberechtigten Zweigen Semitisch, gyptisch, Berberisch, Kuschitisch und Tschadisch besteht. Malcolm Guthrie : The Classification of the Bantu Languages. Es ist jedoch eine Binsenweisheit, dass keine Sprache von sich aus wissenschaftliche, technische, politische und rechtliche Begriffe aufweist.

Part I: The Niger-Congo Family. Routledge, London/ New York 2003, isbn. Meinhofs) eine interne Unterscheidung der Sudansprachen in west- und ostsudanesische Sprachen vor. Westermann (ein Schler. Jedoch fielen diese Initiativen nicht auf fruchtbaren Boden. Greenberg klassifiziert die afrikanischen Sprachen von Grund auf neu. Es ist beachtenswert, dass einige afrikanische Lnder erfolgreich eine Landessprache ausgewhlt und implementiert haben. Ludolf erweitert die semitische Gruppe um die thiopischen Sprachen Altthiopisch und Amharisch.

Nurse, African Languages An Introduction (Cambridge 2000) herausgegeben und verfasst von fhrenden Afrikanisten unserer Zeit (B. Von der Elite wird als Grund dafr unter anderem vorgebracht, dass afrikanischen Sprachen die Terminologie beispielsweise fr den Einsatz vor Gericht fehlt oder dass sie nicht ber die ntigen wissenschaftlichen und technischen Begriffe verfgen, um in Schulen Verwendung zu finden. Lexikalischer Massenvergleich ) hochumstritten, da diese Methode erstens rein statistisch vorgeht und zweitens unzureichendes Material zugrunde legt (ausschlielich Wrterlisten meist zweifelhafter Gte) und drittens in Zeitalter zurckreicht, die mit anderen linguistischen oder archologischen Methoden niemals erfasst geschweige denn besttigt werden knnten. In bestimmten Kreisen geht die Angst um, dass viele afrikanische Sprachen in weniger als 100 Jahren ausgestorben sein knnten. Part VI: The Click Languages. Part V: The Eastern Sudanic Family. Christopher Ehret: Reconstructing Proto-Afroasiatic. Die Kenntnisse der europischen Sprachen ist je nach Bildungsgrad, Land und Grad der Verstdterung recht unterschiedlich. Die ostsudanischen Sprachen werden spter von Greenberg als Nilosaharanisch klassifiziert 194863. Joseph Greenberg : Studies in African Linguistic Classification.

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